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Was ist TENS?

TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)

TENS ist eine Behandlung, die vor allem zur Bekämpfung von Schmerzen eingesetzt wird. Der Name bedeutet "transkutane elektrische Nervenstimulation", also die Reizung von Nerven über die Haut (transkutan) mit Hilfe von Strom. Aber keine Angst: Der Strom, der in der TENS-Therapie eingesetzt wird, ist ungefährlich und hat nichts mit "Elektroschocks" zu tun. Bei der Anwendung von TENS-Geräten bestimmen Sie als Anwenderin selbst, wie stark die elektrischen Impulse sind, die Sie meist als angenehmes Kribbeln oder Pochen spüren.


Ein wichtiger Vorteil von TENS ist, dass sie auch bei länger dauernder Anwendung praktisch nebenwirkungsfrei ist. Dazu kommt, dass die Anwendung eines TENS-Gerätes sehr einfach ist und es ganz leicht zu Hause genutzt werden kann. Moderne TENS-Geräte sind meistens nicht viel größer als ein Smartphone und lassen sich unkompliziert über Tasten bedienen.


Die elektrische Nervenstimulation wurde von Wissenschaftlern gründlich untersucht. TENS wird in Deutschland seit über 50 Jahren von Ärzten und Therapeuten eingesetzt. Die TENS-Therapie kann bei den unterschiedlichsten Arten von Schmerzen angewendet werden und ist eine effektive Behandlungsform.

 

Indikationen für TENS

Am häufigsten dient die TENS-Therapie der Schmerzbehandlung. Sie kann bei den unterschiedlichsten Arten von Schmerzen eingesetzt werden, darunter auch der Geburtsschmerz. Schon in den 70er Jahren wurden die ersten Studien dazu veröffentlicht.

 

Anwendung von TENS-Geräten

Der Strom von einem TENS-Gerät wird über Elektroden in die Haut abgegeben. Dazu müssen Sie die Elektroden zuerst befestigen. Meist werden dazu selbstklebende Elektroden verwendet, die direkt auf die Haut geklebt werden können. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Gummi-Elektroden, die für die TENS-Behandlung mit einem Elektrodengel bestrichen und mit Pflastern auf der Haut befestigt werden. Welche Sorte Elektroden man nutzen möchte, ist Geschmackssache und bleibt jedem selbst überlassen. Die Elektroden werden dann über ein Kabel mit dem TENS-Gerät verbunden, und Sie können mit der Behandlung anfangen.

 

Bei den meisten TENS-Geräten stehen Programme zu verschiedenen Schmerzarten zur Verfügung. Die Programme unterscheiden sich vor allem in der Frequenz. Frequenz bedeutet dabei die Anzahl der Stromimpulse, die das TENS-Gerät in einer Sekunde abgibt. Über die Wirkung der unterschiedlichen Frequenzen erfahren Sie im nächsten Abschnitt mehr.


Die Stromstärke (Intensität) während der TENS-Behandlung ist frei regelbar. Wie stark Sie den Strom spüren, haben Sie dabei selbst in der Hand. So können Sie zu jedem Moment der Behandlung entscheiden, ob die Stromstärke für Sie angenehm ist oder ob Sie sie höher oder niedriger regeln möchten.

Wie wirkt TENS?

Die TENS-Behandlung beeinflusst Nerven in unserem Körper. Unterschiedliche Frequenzen haben dabei unterschiedliche Wirkungen.


Bei niedrigen Frequenzen wie z. B. 2 Hz (= Hertz) werden einer Sekunde 2 elektrische Impulse abgegeben. Diese Impulse werden wie ein Klopfen unter den TENS-Elektroden wahrgenommen. Wenn Sie die Stromstärke bei einer niedrigen Frequenz nun Schritt für Schritt höher einstellen, merken Sie bald, dass sich die Muskeln unter den Elektroden mit dem Stromimpuls immer wieder anspannen. Bei diesen Muskelzuckungen werden im Körper bestimmte Substanzen ausgeschüttet. Dazu zählen z. B. die Endorphine (die sogenannten "Glückshormone"), die dafür sorgen, dass unsere Schmerzen unterdrückt werden.


Bei einer höheren Frequenz wie 100 Hz werden 100 Impulse in der Sekunde abgegeben. Diese fühlen sich wie ein Kribbeln an und sorgen dafür, dass Schmerzimpulse nicht mehr oder in geringerem Maße ans Gehirn weitergeleitet werden. Das funktioniert folgendermaßen: Nehmen wir an, ein Nerv leitet schon seit mehreren Stunden einen Schmerzreiz an das Gehirn weiter. Wenn nun ein elektrischer Impuls den gleichen Nerv reizt, nimmt der Nerv den neuen Impuls als viel dringender und wichtiger wahr. Da er nicht zwei Impulse gleichzeitig weiterleiten kann, wird in der Regel der neue, "wichtigere" Reiz weitergeleitet, aber nicht mehr der Schmerz. Bei einer höheren Frequenz wird so die Schmerzweiterleitung gehemmt.

 

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen für TENS

Wann Sie TENS nicht anwenden sollten sowie Vorsichtsmaßnahmen zu TENS im Allgemeinen und insbesondere in der Schwangerschaft finden Sie auf der Seite "Kontraindikationen | Nebenwirkungen". 

 

 

 

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