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über unsere Geräte für schwangere Frauen
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Restless-Legs-Syndrom (RLS): Behandlung mit TENS

Patientinnen mit Restless-Legs-Syndrom müssen ihre Medikation in der Schwangerschaft in der Regel absetzen. Studien zum Thema TENS und Restless-Legs-Syndrom gibt es leider keine. Somit gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis über den Nutzen von TENS bei diesem Schmerzsyndrom. Häufig berichten jedoch Patienten von einer Besserung und in Einzelfällen sogar vom Verzicht auf Medikamente.

Bitte halten Sie immer Rücksprache mit Ihrer Hebamme/Ihrem Arzt, bevor Sie TENS in der Schwangerschaft anwenden.

Welche Elektroden bei Restless Legs anwenden?

Es ist wichtig, dass Schwangeren keine Stimulation des Becken-, Rücken- oder Bauchbereichs vornehmen. Bitte beachten Sie die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen bei TENS in der Schwangerschaft.

 

Wir empfehlen daher die Verwendung beider Kanälen des TENS-Gerätes. Jedes Bein wird einzeln (mit einem Kanal) stimuliert, damit der Strom nicht durch das Becken fließt. Es können beispielsweise Stimulationssocken und große Klebeelektroden verwendet werden. Kanal 1 wird an eine Socke und eine Klebeelektrode am gleichen Bein (z. B. am Oberschenkel) angeschlossen. Kanal 2 wird an der anderen Socke und der Klebeelektrode am anderen Bein angeschlossen.

Welche TENS-Parameter verwenden?

Da keine Studien zum Einsatz von Elektrostimulation bei Restless-Legs-Syndrom existieren, empfehlen wir 3 verschiedene Parameter, die in dieser Reihenfolge ausprobiert werden können:

  1. HAN-Stimulation (abwechselnd 2 und 100 Hz; P6 bei TENStem eco basic und TENS eco 2, P1 oder P2 bei Prof HAN Stim)
  2. Hochfrequenz-Stimulation (80–100 Hz; P1 oder P2 bei TENStem eco basic und TENS eco 2)
  3. Niederfrequenz-Stimulation (1–10 Hz; P3 bei TENStem eco basic und TENS eco 2)

Wie oft TENS bei Restless-Legs anwenden?

Wir empfehlen die täglichen Anwendungen: 1 bis 2 TENS-Stimulationen pro Tag à 30 min, davon einmal vor dem Schlafengehen. Bei Bedarf kann TENS auch häufiger verwendet werden.