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TENS für Schwangere, junge Mütter

TENS während und nach der Schwangerschaft

MAMA-TENS.de richtet sich an Schwangere, Mütter, Hebammen, Frauenärzte und Frauenärztinnen. Wir informieren Sie über die Anwendung von TENS (Transkutane Elektrische NervenStimulation) und EMS (Elektrische MuskelStimulation) während Schwangerschaft und Geburt sowie in der Zeit danach. Sie finden hier Tipps und Informationen zu TENS bei Rückenschmerzen oder Übelkeit und zur Linderung von Wehen- und Geburtsschmerzen. Auch TENS oder EMS zur Behandlung von Inkontinenz sowie EMS für das Muskeltraining nach der Schwangerschaft sind bei uns ein Thema. Des Weiteren informieren wir Sie über die Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen von TENS und EMS generell und insbesondere während der Schwangerschaft.

    

Inkontinenz


Was ist TENS?

TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) ist eine nicht-medikamentöse Behandlungs- methode und steht für Transkutane Elektrische Nervenstimulation. In der Schmerzbehandlung wird TENS schon seit vielen Jahren eingesetzt, um akute und chronische Schmerzen zu lindern.

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Was ist EMS?

EMS steht für Elektrische Muskelstimulation. Mittels Elektroden oder einer Sonde (Analsonde oder Vaginalsonde) werden kleine Stromimpulse an den Körper abgegeben mit dem Ziel, Muskeln aufzubauen oder Muskelabbau zu verhindern.

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Unser neuester Blog-Artikel

Do

19

Jan

2017

Neue Untersuchung zu Schreikindern: Hilft Akupunktur gegen Koliken?

Wenn ein Baby mehr als 3 Stunden pro Tag schreit, und das an 3 Tagen pro Woche und mehr, kann das für die Eltern zur Belastungsprobe werden, vor allem, wenn das Kind körperlich gesund ist und es für das Schreien keine auf den ersten Blick sichtbare Ursache gibt. Dabei sind Eltern mit diesem Problem nicht alleine: Zwischen 10 und 20 % der Säuglinge neigen zu übermäßigem Schreien, obwohl körperlich keine Ursache dafür gefunden werden kann. Häufig werden Koliken, beispielsweise durch eine Kuhmilchunverträglichkeit oder Blähungen, als Ursache für die Schmerzen und damit das anhaltende Schreien angenommen. Doch welche Möglichkeiten haben Eltern, um ihren Kindern durch diese schwierige Zeit zu helfen?

 

Kajsa Landgren und Inger Hallström haben sich mit dieser Frage beschäftigt und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. In einer multizentrischen, randomisierten Studie wurden 147 Säuglinge, die unter Koliken litten, zufällig auf zwei Akupunkturgruppen und eine Kontrollgruppe verteilt. Gruppe 1 erhielt Minimalakupunktur über LI4 (Dickdarm 4), wobei die Nadel 3 mm tief eingestochen und nur für maximal 5 Sekunden im Gewebe belassen wurde. Gruppe 2 erhielt Akupunktur mit bis zu 5 Nadeln an den Punkten Sifeng, LI4 (Dickdarm 4) und ST36 (Magen 36), die bis zu 30 Sekunden im Gewebe belassen und zusätzlich leicht stimuliert wurden. Die dritte Gruppe erhielt keine Akupunktur, war aber wie die Gruppen 1 und 2 alleine mit der Akupunkteurin im Untersuchungsraum. Auf diese Weise sollte ausgeschlossen werden, dass die Eltern erfahren, in welcher Gruppe sich die Säuglinge befanden. Alle Säuglinge wurden gleichermaßen vor der Behandlung bis zu 30 Minuten von einer Krankenschwester beruhigt. Die Behandlung selbst wurde über 2 Wochen zweimal pro Woche durchgeführt.

 

Zuhause führten die Eltern ein Tagebuch, in dem sie genau die Schreizeiten ihres Babys festhielten. Nach zwei Wochen schrien in der Behandlungsgruppe nur noch 37,8 % der Säuglinge für mindestens 3 Stunden am Tag an mindestens 3 Tagen pro Woche, während es in der Kontrollgruppe noch 64,6 % waren. 62,2 % der Säuglinge aus der Behandlungsgruppe und 35,4 % der Säuglinge aus der Kontrollgruppe zählten damit nicht mehr zu den Schreikindern.

 

Landgren und Hallström kommen daher zu dem Schluss, dass Akupunktur einen positiven Einfluss auf übermäßiges Schreien bei Babys mit Koliken haben kann. Dabei ertrugen die Kinder das Stechen der Akupunkturnadeln meist ohne Schreien (nur in 8 % der Behandlungen weinten die Säuglinge länger als eine Minute), und es wurden keine Nebenwirkungen beobachtet. Allerdings sind laut den Autoren weitere Untersuchungen nötig, um die ideale Platzierung der Nadeln, Stimulation und das optimale Behandlungsintervall zu finden.

 

Als erste Maßnahme empfehlen Landgren und Hallström allerdings, Kuhmilch aus dem Speiseplan von Schreikindern zu streichen. Diese Maßnahme hatte sich in 63 % der Fälle als wirksam erwiesen.

 

Kajsa Landgren, Inger Hallström (2017) Effect of minimal acupuncture for infantile colic: a multicentre, three-armed, single-blind, randomised controlled trial (ACU-COL). Acupunct Med doi:10.1136/acupmed-2016-011208. Published online ahead of print.

 

Veröffentlicht: 16.01.2017

 

Abstract
http://aim.bmj.com/content/early/2017/01/03/acupmed-2016-011208.abstract

 

Presseartikel

In Englisch: 

http://www.bbc.com/news/health-38641929

 

In Deutsch: 

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72552/Schreikinder-Akupunktur-hilft-bei-infantiler-Kolik

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Do

19

Jan

2017

TENS kann Schmerzen bei Gebärmutterspiegelung reduzieren

Bei einer ambulanten Gebärmutterspiegelung kann TENS zur Schmerzlinderung während des Eingriffs eingesetzt werden. Zu diesem Schluss kam eine Forschergruppe um Juan Lisón, die eine randomisierte und kontrollierte Doppelblindstudie mit 138 Frauen zu dieser Fragestellung durchführte. Im Gegensatz zur Plazebogruppe wurde durch eine intensive TENS mit 80-100 Hz und einer Elektrodenanlage über den Spinalwurzeln T10-L1 und S2-S4 auf der visuellen analogen Skala (VAS) eine klinisch relevante Schmerzreduktion erreicht (Beginn: -11 mm, 95% Konfidenzintervall (KI) -17 zu -5; Kontakt: -21.9 mm, 95% KI -30 zu -13.9; Biopsie: -30.5 mm, 95% KI -47.1 zu -13.8, P<.001). Auch die Zufriedenheit der Frauen in der TENS-Gruppe war signifikant größer gegenüber der der Plazebogruppe (1.3, 95% KI 0.5-2.2, P=.001)

 

Lisón J et al. (2017) Transcutaneous Nerve Stimulation for Pain Relief During Office Hysteroscopy: A Randomized Controlled Trial. Obstet Gynecol Jan 9 doi: 10.1097/AOG.0000000000001842 (Epub ahead of print)

 

Online veröffentlicht am 09.01.2017

 

Abstract 

http://journals.lww.com/greenjournal/Abstract/publishahead/Transcutaneous_Nerve_Stimulation_for_Pain_Relief.98515.aspx

 

Bild: @PhotoAlto 320-Senior Living

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Fr

23

Dez

2016

Herzlich Willkommen Holland!

Herzlich Willkommen Holland!


Wir haben gerade eine kleine Schwester für mama-tens auf Holländisch online gestellt. Besuchen Sie uns auf mammatens.nl .

Frohe Weihnachten an alle!

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Mi

21

Dez

2016

Schwangerschaft verändert das Gehirn

Das Ärzteblatt vom 20. Dezember 2016 berichtet über eine neue spanische Studie, in der das Gehirn von Müttern mittels Kernspintomographie vor und während der Schwangerschaft untersucht wurde.

Die Forscher stellten dabei fest, dass die starke Hormonumstellung in der Schwangerschaft eine leichte Abnahme des Gehirnvolumens in den Bereichen zu verursachen schien, die für die sozialen kognitiven Leistungen verantwortlich sind. Dieser Volumenrückgang lasse sich wahrscheinlich damit erklären, dass Nervenverbindungen neu organisiert würden. Die kognitiven Fähigkeiten von Müttern seien aber nicht betroffen. Jedoch schien die Veränderung die Bindung zum Kind zu fördern.

Studie: Nature Neuroscience (2016; doi: 10.1038/nn.4458), veröffentlicht am 19.12.2016.

 

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72134

 

Bild: osons/123RF

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